„Der Klassenbegriff, er darf mit der Lesereihe »Eine andere Klasse« wieder gedacht werden.“ (Verena Scheithauer, Stadtrevue)
Eine andere Klasse – Working Class und Gegenwartsliteratur
Die Veranstaltungsreihe „Eine andere Klasse“ fragt, ob ein dominierendes soziales Milieu innerhalb der Literaturszene existiert. Haben die oftmals akademisch geprägten Akteur*innen eine hohe Sensibilität für diskriminierende Sprache, aber einen weniger starken Sensor für klassenbezogene Marginalisierung und Diskriminierung?
Diesem Umstand möchte die Veranstaltungsreihe an drei Abenden mit jeweils drei Autor*innen nachgehen, die neben einer hohen literarischen Qualität auch einen biografischen Bezug zum Thema vorweisen. Gelesen werden etwa fünfzehnminütige Texte: Prosa, Lyrik, Szenisches oder Auszüge aus Romanen. Die Lesenden formulieren zudem zwei Thesen oder Gedanken, die sich aus dem gelesenen Text ergeben und die sie mit in das rahmende Gespräch nehmen und dort diskutieren.
Moderiert wird „Eine andere Klasse“ von Änne Seidel. Kuratiert werden die Abende von Kevin Kader.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen war kostenlos.
Ermöglicht wurde die Reihe mit Mitteln des Diversitätsfonds NRW. Vielen Dank für die Unterstützung!
2026
Wir sind dankbar dafür, dass die Reihe „Eine andere Klasse“ auch an drei Terminen im Jahr 2026 stattfinden wird. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Literaturhaus Köln.
Eine andere Klasse – Literarische Stimmen aus der Working Class. Mit Domenico Müllensiefen & Slata Roschal
Literaturhaus Köln, 28. September, ab 19 Uhr
Eintritt frei
Arbeit prägt Körper, Biografien und Sprache – und doch bleibt gerade körperliche oder prekäre Arbeit in der Literatur oft unsichtbar. Wer schreibt über sie? Wer kann es sich leisten, aus Distanz auf Arbeit zu blicken, und was verändert sich, wenn Autor*innen aus eigener Erfahrung erzählen?
Zum Auftakt der Reihe »Eine andere Klasse – Literarische Stimmen aus der Working Class« diskutieren Slata Roschal und Domenico Müllensiefen mit Moderatorin Änne Seidel darüber, wie Arbeit literarisch erzählbar wird. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Erschöpfung und Würde, nach Scham und Sichtbarkeit sowie nach der Sprache der Arbeit. Welche Tätigkeiten gelten als erzählenswert, welche verschwinden im Hintergrund? Und wie verändert prekäre Arbeit Perspektive, Rhythmus und Ton eines literarischen Textes?
Die Reihe „Eine andere Klasse“ findet 2026 in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln statt und wird vom Diversitätsfonds des Landes NRW im Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.
2025

Foto: Kevin Kader
Im Jahr 2025 fanden drei Ausgaben der Reihe „Eine andere Klasse“ im Kölner Kunsthafen statt:
05.05.2025 mit Kamala Dubrovnik und Hank Zerbolesch
30.06.2025 mit Gün Tank und Marco Ott
01.09.2025 mit Francis Seeck und Mareice Kaiser
Moderiert wurden die Abende von Änne Seidel.
Ermöglicht wurde die Reihe mit Mitteln des Diversitätsfonds NRW. Vielen Dank für die Unterstützung!



2024
Im Jahr 2024 fand mit ähnlicher thematischer Ausrichtung die Reihe Zwischen den Klassen statt.
2023
Im Jahr 2023 fanden drei Ausgaben der Reihe „Eine andere Klasse“ im Kölner Kunsthafen statt:
17.07.2023 mit Marlen Hobrack, Martin Piekar und Karosh Taha
11.09.2023 mit Duygu Agal, Domenico Müllensiefen und Anke Stelling
25.09.2023 mit Daniela Dröscher, Lynn Takeo Musiol und Clemens Schittko.
Moderiert wurden die Abende von Änne Seidel.




Foto: Fabian Blum

Foto: Fabian Blum
In ihrer Ausgabe vom September 2023 berichtete die Stadtrevue über die Reihe „Eine andere Klasse“:


Foto: Fabian Blum
