Eine andere Klasse

„Der Klassenbegriff, er darf mit der Lesereihe »Eine andere Klasse« wieder gedacht werden.“ (Verena Scheithauer, Stadtrevue)

Eine andere Klasse – Working Class und Gegenwartsliteratur

Die Veranstaltungsreihe „Eine andere Klasse“ fragt, ob ein dominierendes soziales Milieu innerhalb der Literaturszene existiert. Haben die oftmals akademisch geprägten Akteur*innen eine hohe Sensibilität für diskriminierende Sprache, aber einen weniger starken Sensor für klassenbezogene Marginalisierung und Diskriminierung?

Diesem Umstand möchte die Veranstaltungsreihe an drei Abenden mit jeweils drei Autor*innen nachgehen, die neben einer hohen literarischen Qualität auch einen biografischen Bezug zum Thema vorweisen. Gelesen werden etwa fünfzehnminütige Texte: Prosa, Lyrik, Szenisches oder Auszüge aus Romanen. Die Lesenden formulieren zudem zwei Thesen oder Gedanken, die sich aus dem gelesenen Text ergeben und die sie mit in das rahmende Gespräch nehmen und dort diskutieren.

Moderiert wird „Eine andere Klasse“ von Änne Seidel. Kuratiert werden die Abende von Kevin Kader.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen war kostenlos.

Ermöglicht wurde die Reihe mit Mitteln des Diversitätsfonds NRW. Vielen Dank für die Unterstützung!

2026

Wir sind dankbar dafür, dass die Reihe „Eine andere Klasse“ auch an drei Terminen im Jahr 2026 stattfinden wird. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Literaturhaus Köln.

Der zweite Termin folgt im November:

Eine andere Klasse – Literarische Stimmen aus der Working Class. Mit Marlen Hobrack & Ilija Matusko
Literaturhaus Köln, 9. November, ab 19 Uhr
Eintritt frei

Der Bildungsaufstieg gehört zu den wirkmächtigsten Erzählungen moderner Gesellschaften. Doch wer seine soziale Herkunft hinter sich lässt, gewinnt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern erlebt häufig auch Brüche, Fremdheit und Loyalitätskonflikte.

Was bedeutet es, zwischen unterschiedlichen sozialen Welten zu leben? Wie verändert Bildung die eigene Sprache, den Blick auf Familie und Herkunft und auch das Schreiben selbst?
Ilija Matusko und Marlen Hobrack sprechen mit Änne Seidel über Bildung als Versprechen und Bruchstelle. Gemeinsam fragen sie nach den Ambivalenzen sozialer Mobilität, nach dem Verhältnis von individueller Leistung und gesellschaftlichen Strukturen und danach, ob der klassische Bildungsroman heute neu erzählt werden muss.

Die Reihe Eine andere Klasse findet 2026 in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln statt und wird vom Diversitätsfonds des Landes NRW im Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.

Frühere Termine

28.09.2026 mit Slata Roschal und Domenico Müllensiefen

2025

Änne Seidel, Francis Seeck und Mareice Kaiser im Kunsthafen, September 2025
Foto: Kevin Kader

Im Jahr 2025 fanden drei Ausgaben der Reihe „Eine andere Klasse“ im Kölner Kunsthafen statt:

05.05.2025 mit Kamala Dubrovnik und Hank Zerbolesch

30.06.2025 mit Gün Tank und Marco Ott

01.09.2025 mit Francis Seeck und Mareice Kaiser

Moderiert wurden die Abende von Änne Seidel.

Ermöglicht wurde die Reihe mit Mitteln des Diversitätsfonds NRW. Vielen Dank für die Unterstützung!

2024

Im Jahr 2024 fand mit ähnlicher thematischer Ausrichtung die Reihe Zwischen den Klassen statt.

2023

Im Jahr 2023 fanden drei Ausgaben der Reihe „Eine andere Klasse“ im Kölner Kunsthafen statt:

17.07.2023 mit Marlen Hobrack, Martin Piekar und Karosh Taha

11.09.2023 mit Duygu Agal, Domenico Müllensiefen und Anke Stelling

25.09.2023 mit Daniela Dröscher, Lynn Takeo Musiol und Clemens Schittko.

Moderiert wurden die Abende von Änne Seidel.

Design: Mario Frank
Volles Haus im Kunsthafen bei der ersten Ausgabe der Reihe „Eine andere Klasse“
Foto: Fabian Blum
Bei der ersten Veranstaltung am 17. Juli waren Marlen Hobrack, Martin Piekar und Karosh Taha.
Foto: Fabian Blum

In ihrer Ausgabe vom September 2023 berichtete die Stadtrevue über die Reihe „Eine andere Klasse“:

Am 13. September, beim zweiten Teil der Reihe, waren Anke Stelling, Domenico Müllensiefen und Duygu Ağal. Änne Seidel moderierte.
Foto: Fabian Blum